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100jia steht für "bai jia", den chinesischen Ausdruck für die "hundert Schulen" der klassischen chinesischen Philosophie. Bis 2009 enthielt das Web eine Darstellung des Lebens, Denkens und Herrschens in der Epoche der Streitenden Reiche. Das ist die Gründerzeit der klassischen chinesischen Philosophie. Es sollte mithelfen, den Blick auf den tiefen Umbruch unserer eigenen Zeit zu schärfen.
* Auf welchen Werten, Hoffnungen, Anleitungen wird die Welt nach der Moderne aufbauen?
In den Jahrhunderten bis 221 v. u. Z. kämpften in China zunächst mehrere dutzend, zuletzt nur noch sieben Reiche um die Vorherrschaft bis schließlich Qin alle anderen vernichtete. Der Erste Kaiser und seine Beamte machten sich dabei die Ansichten und Anleitungen der Legalisten zunutze, einer von vielen philosophischen Schulen, die damals miteinander im Wettstreit lagen. Wenig später, unter den Han, setzten sich die Prinzipien der Konfuzianer durch und stellten die geistige Basis für ein zweitausendjähriges Reich -- das 1911 unterging.
* Welche "100 Schulen" tragen heute zum Fundament der kommenden Epoche bei?
Beide Fragen treten für mich jetzt in den Hintergrund:
Ja, wir leben mitten im Umbruch. Es ist ja noch nie irgendetwas so geblieben
wie es war, und selbst der Wandel wandelt sich. Er ist heute noch tiefer und
schneller.
Die Natur ändert sich, die menschlichen Lebensstile ändern sich, die Kulturen
ändern sich, die Werte ändern sich.
Wir können diesen Wandel nicht ermessen. Aber vielleicht können wir uns von ihm tragen lassen wie von einem mächtigen Fluss...
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